Die Klasse 3 stellt sich vor

Gang zur Jennelter Kirche

Im Rahmen des Religionsunterrichtes machten sich am 05.09.2018 Frau Lerche Schaudinn und Herr de Vries mit den Schülerinnen und Schülern der 3. Klasse auf den Weg zur Jennelter Kirche, um diese zu erkunden.

Dort führte uns Siek Postma in einer Traumreise in alte Zeiten zurück. An der Westseite, dort wo heute Orgel, Abendmahlstisch und Kanzel stehen, hat sich offensichtlich ein größerer Eingang befunden. Damals kamen die Menschen in einen sehr dunklen Raum. Die ursprünglich schmalen Fenster - sie sind im Chorraum am ehemaligen Ostgiebel zu sehen - ließen nur wenig Licht in die Kirche hinein. Außerdem war es kalt - denn Scheiben gab es noch nicht.

An der Ostseite der Kirche befand sich der Altar - der Haken für die Befestigung des Schalldeckels ist heute noch zu sehen.

Dann erzählte uns Herr Postma über die „neue“ Orgel, die schon einige Reisen hinter sich hat. Sie wurde zwar schon 1738 für die Kirchengemeinde Bargebur hergestellt, dann aber nach Hamswehrum verkauft. Die Kirchengemeinde dort bekam in den sechziger Jahren ein ganz neues Gotteshaus und wünschte sich dafür auch eine neue Orgel. So wurde die Orgel abgebaut, restauriert und schließlich 1970 in Jennelt wieder aufgebaut. Spannend war der Klang der unterschiedlichen Orgelpfeifen, die mal leise wie eine Flöte oder mal laut wie wie eine Trompete zu hören waren. Besonders laut wurde es dann, als alle acht Register gezogen wurden!

Die Kinder hatten viele interessante und spannende Fragen im Religionsunterricht vorbereitet und alle wurden von Herrn Postma ausführlich beantwortet.

Ein “Tabernakel” aus der Zeit vor der Reformation wurde bei den Sanierungsarbeiten in der Kirche entdeckt. Siek Postma zeigte uns eine sogenannte Lepraspalte. Es ist ein Mauerdurchbruch, um von außen auf den Altar der Kirche zu sehen. Im Mittelalter wurden manche Kirchen mit einer solchen Öffnung versehen, damit Menschen, die z.B. unter einer ansteckenden Krankheit litten, das Geschehen am Altar betrachten konnten.

Besonders interessant war die Gruft mit den Sarkophagen. Zu sehen war ein Prunksarg, von dem man bisher annahm, dass dort die sterblichen Überreste des Feldmarschalls Dodo zu Inn- und Knyphausen aufbewahrt wurden. Dodo zu Inn- und Knyphausen (1583 - 1636) stand u. a. als Feldmarschall während des 30jährigen Krieges in Diensten des schwedischen Königs Gustav Adolf und verlor schließlich in der Schlacht bei Haselünne sein Leben.

Zum Abschluss konnten sich alle Kinder auf dem Spielplatz austoben.

 

Vielen Dank an Siek Postma

für diese spannende Entdeckungsreise in die Vergangenheit!