Aktuell

Stellungnahme vom Schulelternrat bezüglich der Zeitungsartikel vom 28.09.2019 (s. auch unter Presse).

Schock für die Jennelter Eltern

 

"Es gibt nur eines, was auf Dauer teurer ist als Bildung: Keine Bildung." Wenn man sich diesen Satz vor Augen führt, ist es für alle Eltern, deren Kinder die Grundschule Jennelt besuchen, schon nicht nachvollziehbar, dass die dringende Sanierung der Schule bereits seit Jahren (aus Kostengründen?) verschoben wird. Am letzten Samstag dann einen Zeitungsartikel lesen zu müssen, indem Frau Ulrike Hitzmann-Jacoben sogar eine Schließung der Grundschule in Erwägung zieht, setzt dem ganzen tatsächlich die Krone auf.

 

Die Grundschule in Jennelt ist seit Jahren eine Schule, in der wir Eltern unglaublich engagierte Lehrkräfte und Mitarbeiter erleben, die keinen Aufwand scheuen, unter den nicht immer einwandfreien Gegebenheiten unsere Kinder zu unterrichten und zu betreuen. Die Schule lebt seit nunmehr 22 Jahren die Integration - heute Inklusion-, auch wenn die Bedingungen (Barrierefreiheit!) hierfür nicht immer einfach sind. Die Schule setzt seit 13 Jahren das jahrgangsgemischte Lernen in Eingangsstufen sehr erfolgreich um. Seit 5 Jahren hält die Schule ein Ganztagsangebot vor, welches von vielen Kindern in Anspruch genommen wird. Damit war die Schule Vorreiter in der Krummhörn. Dies sind nur einige Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit. Weiterhin liegen die in den nächsten Jahren zu erwartenden Einschulungszahlen zwischen 20 und 26 Kindern und sprechen damit klar für den Standort Jennelt.

 

Wenn Frau Hitzmann-Jacobsen dann daran zweifelt, ob die Lehrer ihrem Bildungsauftrag noch nachkommen können, ist dies für alle Lehrkräfte ein Schlag ins Gesicht. Trotz gesperrter Räume (Schimmelbefall), lagernden Materialien in weit entfernten Klassenzimmern und anderen Unwägbarkeiten (Fenster, die nicht zu öffnen sind) können wir aus der Elternschaft bestätigen, dass die Lehrer mit viel Einsatz und Kreativität geschafft haben, dass niemals die Kinder und die Unterrichtsqualität darunter leiden mussten.

 

Nach dem am Samstag erschienenen Artikel meldeten sich sowohl bei uns im Elternrat, als auch in der Schule bereits verunsicherte Eltern von aktuellen Kindergartenkindern, die nicht mehr sicher sind, ob sie ihr Kind in der Grundschule Jennelt anmelden können, ohne in den nächsten Jahren einen Schulwechsel zu befürchten. Wenn dies die Auswirkungen eines Artikels sind, der mutmaßlich auf der Ansicht einer Einzelperson basiert, ist das erschreckend.

 

Da wir als Eltern sicher sind, schon die besten Lehrer für unsere Kinder zu haben, fehlt jetzt nur noch der entsprechende Rahmen für zukunftssichere Bildung. Daher wünschen wir uns einen Neubau der Jennelter Grundschule. Denn mit ein paar "Renovierungsarbeiten und neuen Fußböden", wie Herr Helmut Roß es suggeriert, ist es sicherlich nicht getan.

 

Der Elternrat der Grundschule Jennelt

01.10.2019